US-Börsen vor Fed-Erklärung fest - Positive Daten helfen
New York (Reuters) - Die US-Börsen haben sich am Mittwoch vor Äußerungen der US-Notenbank Fed zur künftigen Geldpolitik fest gezeigt
Grund für die Kursgewinne waren vor allem eine zuversichtliche Prognose des Autoherstellers Nissan, eine Erholung von Bankaktien sowie der schwächere US-Dollar. Viele Anleger wollten jedoch nach Aussagen von Börsianern die Fed-Aussagen abwarten. Zudem profitierte die Wall Street von Job-Daten für die Privatwirtschaft.
Der Dow-Jones-Index legte bis zum Nachmittag um 1,2 Prozent auf 9890 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann ein Prozent auf 1055 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 2071 Punkte. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 5444 Zählern aus dem Handel.
Von der US-Notenbank wurde zwar im Anschluss an die Sitzung des geldpolitischen Ausschusses keine Zinsänderung erwartet. Marktteilnehmer erhofften sich jedoch Hinweise auf die Dauer der Nullzinspolitik in den USA. Die Fed wollte ihre Entscheidung sowie die erläuternde Erklärung um etwa 20.15 Uhr MEZ bekannt geben.
Zu den Gewinnern gehörten die zuletzt geplagten Finanzwerte, was Händler auf gute Zahlen der französischen Großbank Societe Generale zurückführten. Die Titel der Bank of America und der Citigroup legten zeitweise rund zwei Prozent zu.
Der US-Medienkonzern Time Warner erfreute die Anleger mit unerwartet guten Geschäftszahlen, weshalb seine Aktie ein Prozent zulegte. Kraft-Aktien gaben nach einem unerwartet starken Umsatzrückgang um mehr als drei Prozent nach.
Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen dagegen die Anteilsscheine von Krankenversicherern, nachdem US-Präsident Barack Obama und seine Demokratische Partei bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey eine herbe Niederlage einstecken hatten. Die Schlappe könnte die Gesundheitsreform - das wichtigste innenpolitische Reformprojekt Obamas - verlangsamen. Das würde den Versicherern eine Schonfrist geben. Der Morgan-Stanley-Healthcare-Payor-Index stieg um 6,1 Prozent.
Der Stellenabbau in den USA hat sich im Oktober verlangsamt. Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge sank die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 203.000. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Minus von 190.000 gerechnet. Im September fiel die Bilanz zudem etwas besser aus als zunächst ermittelt. Die Zahl der abgebauten Stellen wurde auf 227.000 revidiert, nachdem zunächst von einem Minus von 254.000 die Rede war. "Die Daten geben den Optimisten weitere Nahrung", sagte Alan Lancz, Präsident von Alan B. Lancz & Associates.
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