Lanxess übertrifft Markterwartungen - Aktie im Aufwind

Donnerstag, 12. November 2009, 11:20 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Chemiekonzern Lanxess hat im dritten Quartal angesichts der noch schwachen Konjunktur weniger verdient als vor Jahresfrist.

Mit seinen Zahlen schnitten die Leverkusener aber besser ab als Analysten erwartet hatten. Die Aktie reagierte am Donnerstag zur Börsenöffnung mit einem Kursgewinn von rund drei Prozent.

Lanxess kam in den Monaten Juli bis September auf ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 143 Millionen Euro, ein Minus von 26 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten nur 117 Millionen Euro erwartet. Dank der Konjunkturerholung in Asien und seines strikten Sparkurses steigerte Lanxess seinen bereinigten operativen Gewinn im Vergleich zum zweiten Quartal aber um 28 Prozent. "Die von uns initiierten Maßnahmen haben zu einer sehr respektablen Ergebnisentwicklung geführt", resümierte Konzernchef Axel Heitmann.

Lanxess setzte im dritten Quartal 1,37 Milliarden Euro um. Das sind zwar 24 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Zum Vorquartal legten die Erlöse aber wieder zu, wozu unter anderem vorgezogene Bestellungen von Kunden beitrugen. Der Konzernüberschuss schrumpfte binnen Jahresfrist um 59 Prozent auf 23 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet das Lanxess-Management nun mit einem bereinigten operativen Gewinn von 400 bis 420 Millionen Euro. Asien werde in den kommenden Monaten das Wachstum weiter antreiben. Dagegen erholten sich die Märkte in Nord-Amerika und in Europa langsamer. Mit seinem Kostensenkungsprogramm kommt Lanxess schneller voran als geplant: Ursprünglich für 2010 geplante Einsparungen von 30 Millionen Euro sollen nun schon dieses Jahr erzielt werden. Insgesamt will Lanxess mit dem Programm seine Kosten bis 2012 um 360 Millionen Euro senken.