Ungarn wählen neues Parlament - Rechtsruck erwartet
Budapest (Reuters) - In Ungarn hat am Sonntag die Parlamentswahl begonnen.
Das wirtschaftlich angeschlagene EU-Mitgliedsland steht dabei vor einem Rechtsruck. Umfragen deuteten darauf hin, dass die konservative Fidesz-Partei die sozialistische Regierung ablösen wird. Zudem dürfte die rechtsextreme Jobbik-Partei erstmals in die Volksvertretung einziehen. Rund acht Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Mit ersten vorläufigen Ergebnissen wird nach 22.00 (MESZ) gerechnet.
Am Sonntag gaben die Wähler zwei Stimmen ab: eine für den Kandidaten ihres Wahlkreises und eine für die Partei. Beim zweiten Wahlgang am 25. April wird nochmals über die Direktmandate abgestimmt. Wenn die Wahlkreiskandidaten nicht bereits beim ersten Urnengang eine absolute Mehrheit erringen konnten, müssen sie sich erneut ihren stärksten Konkurrenten stellen.
Das bereits vor der weltweiten Wirtschaftskrise schwächelnde Ungarn musste 2008 als erstes EU-Mitglied milliardenschwere Hilfspakete des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union in Anspruch nehmen, um einen Staatsbankrott abzuwenden.
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