Münchener Rück reduziert mit Gewinn Klumpenrisiko im Aktien-Topf
München (Reuters) - Die Münchener Rück baut ihre Beteiligung am Schweizer Versicherer Helvetia ab.
Das Paket sei auf unter drei Prozent von zuletzt 8,2 Prozent reduziert worden, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Dienstag in München mit. Innerhalb des Aktien-Portfolios der Münchener Rück hatte die Helvetia-Beteiligung eine zu große Bedeutung, was in der Branche Klumpenrisiko genannt wird.
Veräußert wurden 450.000 Aktien zu insgesamt rund 119 Millionen Euro. Bei der Münchener Rück blieb ein Gewinn von 90 Millionen Euro hängen, der im zweiten Quartal verbucht wird. Das verschafft dem Management etwas Luft, nachdem Rückversicherer gleich zu Jahresbeginn wegen hoher Schäden durch das Erdbeben in Chile und den Wintersturm "Xynthia" unter Druck standen.
Die Münchener Rück ist mit Kapitalanlagen von gut 182 Milliarden Euro einer der weltgrößten Investoren. Durch die Finanzkrise ist der Dax-Konzern mit wenigen Schrammen gekommen, auch weil traditionell zu hohe Risiken gescheut werden und die Aktienquote vergleichsweise niedrig war. Derzeit liegt sie bei unter drei Prozent, über fünf Prozent sollen es auch nicht werden. Die Münchener Rück sprach davon, nach dem Verkauf von Helvetia-Aktien eine angemessenere Mischung im Aktien-Portfolio zu haben.
Seit 1988 ist die Münchener Rück an dem Unternehmen aus St. Gallen beteiligt. Die operative Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Die Helvetia-Aktie fiel am Züricher Aktienmarkt um rund 3,5 Prozent auf 367 Schweizer Franken zurück.
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