Zeitung: Algeriens Regierung überdenkt BlackBerry-Gebrauch

Freitag, 6. August 2010, 09:05 Uhr
 

Algiers (Reuters) - Dem kanadischen BlackBerry-Hersteller Research in Motion droht weiterer Ungemach.

Mit Algerien denkt einem Medienbericht zufolge eine weiteres Land über ein Verbot des Smartphones nach. Wenn sie zu dem Schluss kämen, dass der Gebrauch die nationale Sicherheit gefährde, würden sie die Anwendungen verbieten, zitierte die Zeitung "El Khabar" am Freitag den algerischen Telekommunikationsminister Moussa Benhamadi. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, ein Verbot sei sehr wahrscheinlich.

Damit würde sich das nordafrikanische Land einer wachsenden Zahl von Staaten anschließen, die ihre Bedenken gegen einen unkontrollierten Datenverkehr haben und zum Teil auch Konsequenzen ziehen. Saudi-Arabien will beispielsweise ab Freitag den Messenger-Dienst des Handys abhängen, die Vereinigten Arabischen Emirate ab 11. Oktober alle internet-basierten Dienste.

In Algerien werden vergleichsweise wenige BlackBerrys genutzt, die vor allem von Geschäftsleuten geschätzt sind. Zwei Anbieter offerieren BlackBerrys - die staatliche Mobilis und Djezzy, die zur ägyptischen Orascom Telecom gehören.

 
<p>The new BlackBerry Torch 9800 smartphone is introduced at a news conference in New York August 3, 2010. REUTERS/Shannon Stapleton</p>