ThyssenKrupp kurz vor Trennung von griechischer Werftentochter
Düsseldorf (Reuters) - Die Verhandlungen des Mischkonzerns ThyssenKrupp über eine Trennung von seiner verlustreichen griechischen Werftentochter HSY gehen in die entscheidende Phase.
Es solle noch in dieser Woche "Verhandlungen über eine Gesamtlösung für Hellenic Shipyards (HSY) geben", sagte eine ThyssenKrupp-Sprecherin am Dienstag. Zu Details wollte sie sich nicht äußern. Scheitern die Gespräche doch noch, will ThyssenKrupp einem Bericht der "Börsen-Zeitung" zufolge kurzfristig Insolvenz für HSY anmelden.
Der Konzern hatte sich im März mit der griechischen Regierung und dem arabischen Schiffbaukonzern Abu Dhabi Mar in Grundzügen über einen Verkauf von Hellenic Shipyards geeinigt. Die Araber wollen demnach 75 Prozent übernehmen, ThyssenKrupp den Rest behalten.
ThyssenKrupp hatte sich in den vergangenen Monaten aus weiten Teilen seines Werftengeschäfts zurückgezogen, das dem Konzern hohe Verluste eingebrockt hatte. Abu Dhabi Mar hatte bei dieser Umstrukturierung bereits einen Großteil der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss übernommen.
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