Lagarde: Bei Euro-Rettungsaktionen EU-Regeln verletzt

Samstag, 18. Dezember 2010, 15:17 Uhr
 

Paris (Reuters) - Bei den Finanzhilfen für Griechenland und Irland hat die Europäische Union nach den Worten von Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde absichtlich gegen ihre eigenen Regeln verstoßen.

"Wir verletzten alle Rechtsvorschriften, weil wir einig auftreten und wirklich die Euro-Zone retten wollten", wurde Lagarde am Samstag vom "Wall Street Journal" zitiert. "Der Vertrag von Lissabon war eindeutig. Keine Rettungsaktionen."

Beim EU-Gipfel am Donnerstag einigten sich die Staats- und Regierungschefs auf Änderungen am Vertrag, um langfristig einen Europäischen Stabilitätsmechanismus zu schaffen. Dieser soll ab 2013 den derzeitigen Rettungsschirm ablösen, um Finanzkrisen zu bewältigen.

 
<p>Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde w&auml;hrend einer Pressekonferenz in Bordeaux am 8. November 2010. REUTERS/Regis Duvignau</p>