Regling - Euro-Hilfsgeld für Irland reicht für Bankenrettung

Donnerstag, 31. März 2011, 10:48 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Das 85 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Irland enthält nach Einschätzung von EFSF-Chef Klaus Regling genügend Geld für die Rettung der irischen Banken.

Erste Anhaltspunkte deuteten darauf hin, dass das für die Restrukturierung der Finanzinstitute vorgesehene Geld vermutlich ausreiche, sagte der Chef des Euro-Rettungsschirms in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der "Süddeutschen Zeitung". Insgesamt sind für die Refinanzierung des Bankensektors 35 Milliarden Euro vorgesehen. Die irische Regierung will noch am Donnerstag die Ergebnisse von Stresstests bekanntgeben. Einem Zeitungsbericht zufolge ergeben die Tests einen weiteren Kapitalbedarf von 20 bis 25 Milliarden Euro, das wäre im Rahmen der im Hilfspaket vorgesehenen Summe.

Die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte richte sich derzeit auf Portugal, Irland und Griechenland, sagte Regling. "Die Märkte betrachten den Euro-Raum heute viel differenzierter als im vorigen Jahr. Die Gefahr, dass ein Land in der Krise ein anderes ansteckt, ist signifikant niedriger als vor sechs Monaten." Spanien gehöre nicht mehr zu den Risikokandidaten. Auch weitere Schwierigkeiten im Sparkassensektor dürften daran nichts ändern: "Spanien hat die Mittel, fall es nötig sein sollte, den Sparkassen unter die Arme zu greifen." Zudem seien die Größenordnungen nicht besorgniserregend, was den möglichen Kapitalbedarf der Finanzinstitute betrifft.