EU-Kommissar: Keine zusätzlichen Hilfsauflagen für Spanien
Straßburg (Reuters) - Spanien muss nach den Worten von EU-Währungskommissar Olli Rehn für die zugesagten Hilfen keine zusätzlichen Spar- oder Reformauflagen schultern.
Die Vorgaben konzentrierten sich auf den Finanz- und Bankensektor, sagte Rehn am Montag vor Abgeordneten des Europaparlaments in Straßburg. Spanien hatte am Wochenende angekündigt, als viertes Land nach Griechenland, Irland und Portugal Finanzhilfen seiner Euro-Partner anzuzapfen. Allerdings will die Regierung in Madrid nur Kredite für seinen Bankensektor beantragen und damit strenge Auflagen seiner Geldgeber für das gesamte Land umgehen.
Rehn warb zudem für eine direkte Rekapitalisierung von Banken durch den Euro-Rettungsschirm. Dieses Instrument müsse in Betracht gezogen werden, sagte der Kommissar. Neben der EU-Kommission fordern auch Spanien, Italien und Frankreich direkte Banken-Hilfen. Deutschland pocht dagegen auf die bestehenden Regeln, nach denen Finanzhilfen an die Geldhäuser nur indirekt über den betroffenen Mitgliedstaat gewährt werden können.
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