BAE fürchtet Probleme in USA nach geplatzter Fusion mit EADS
London (Reuters) - Das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems befürchtet nach dem Platzen der Fusion mit EADS Probleme auf seinem wichtigen Markt USA.
Zwar liege man im Rahmen der Erwartungen, erklärte BAE Systems am Donnerstag in London. Es könne aber einige Schwierigkeiten im letzten Quartal diesen Jahres geben, da die US-Regierung versuche, durch Kürzungen im Militärhaushalt die Staatsausgaben zu verringern. Dem hatte BAE durch die Fusion mit dem europäischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS entgegenwirken wollen. Mit dem US-Geschäft erzielt BAE fast die Hälfte seines Umsatzes.
"Wir sind enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, mit unseren staatlichen Anteilseignern eine annehmbare Übereinkunft zu erzielen", erklärte BAE-Chef Ian King. Durch die Fusion mit EADS wäre der weltweit größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern entstanden. "Unser Geschäft bleibt aber stark und finanziell robust", erklärte King. BAE erwartet für dieses Jahr nach eigenen Angaben ein mäßiges Wachstum beim Gewinn je Aktie.
Die geplante Fusion von EADS und BAE war am Mittwoch am Streit zwischen den beteiligten Regierungen über die künftigen Anteile gescheitert.
© Thomson Reuters 2013 Alle Rechte vorbehalten.

