Energiekonzern E.ON dämpft Erwartungen für 2013

Dienstag, 13. November 2012, 07:54 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Dem größten deutschen Energiekonzern E.ON machen die gefallenen Großhandelspreise für Strom und eine schwache Nachfrage in Südeuropa immer mehr zu schaffen.

Nach Zuwächsen im laufenden Jahr stellte E.ON seine Prognosen für 2013 und 2015 in Frage. Von Januar bis Ende September sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 35 Prozent auf 8,817 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Versorger am Dienstag mit. Der nachhaltige Überschuss sei sogar um 155 Prozent auf 4,035 Milliarden Euro nach oben geschossen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Ebitda von 8,474 Milliarden Euro gerechnet und den nachhaltigen Überschuss auf 3,788 Milliarden Euro taxiert.

E.ON bekräftigte zwar die Prognose für 2012. Allerdings machte der Versorger ein dickes Fragezeichen hinter den Ausblick für 2013, in dem Vorstandschef Johannes Teyssen unter anderem ein Ebitda von 11,6 bis 12,3 Milliarden Euro und eine Dividende von mindestens 1,10 Euro je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Dies erscheine nicht mehr erreichbar, hatte E.ON bereits am Vorabend mitgeteilt. Den Ausblick für 2015 überprüft der Konzern ebenfalls.

 
The building site of a coal power plant of German utility giant E.ON is pictured in the western city of Datteln May 1, 2012. E.ON is locked in a conflict with North Rhine Westphalia regarding the hard coal power plant in Datteln, which is to be switched off at the end of 2012. The annual meeting of E.ON takes place on May 3 in Essen. REUTERS/Ina Fassbender (GERMANY - Tags: BUSINESS)