Deutsche Exporteure erwarten 2013 wieder mehr Wachstum

Dienstag, 13. November 2012, 10:34 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Nach einem kleinen Durchhänger Ende 2012 setzen Deutschlands Exporteure für das nächste Jahr wieder auf mehr Wachstum und ein Rekordgeschäft.

Die Ausfuhren dürften um fünf Prozent auf das Allzeithoch von 1,158 Milliarden Euro steigen, sagte der Präsident des Branchenverbandes BGA, Anton Börner, am Dienstag. Für das laufende Jahr rechnet er weiter mit plus vier Prozent. Bei den Importen soll es im kommenden Jahr mit 5,5 Prozent ebenfalls kräftiger aufwärtsgehen - auch hier werde mit 980 Milliarden Euro ein Rekord erreicht. Im laufenden Jahr rechnet der BGA mit einem Plus von drei Prozent.

In diesem Jahr konnte Wachstum im Geschäft mit den USA und ostasiatischen Ländern lange Zeit Einbußen in den südeuropäischen Märkten wettmachen, wie Börner betonte. Im September waren die Exporte jedoch so stark gesunken wie seit November 2009 nicht mehr. "Die Einbrüche schmerzen, aber sie haben nicht das Niveau aus der Finanzkrise", sagte Börner. "Für Schwarzmalerei ist trotz des aktuellen Rückgangs im Außenhandel kein Raum."

Börner warnte vor den Folgen eines Scheiterns des Euro. "Es wäre eine Katastrophe, wenn einzelne Staaten aus dem Euro austreten, die Abwertungsspirale losträten und den freien Güter- und Kapitalverkehr unterbrächen", sagte er. Von den USA erhofft er sich nach dem Ende des Präsidentenwahlkampfes neue Wachstumsimpulse und auch neue Anstöße in der Handelspolitik. Auch aus China sieht er neue starke Signale, dass das Land weiter wachsen will. Große Sorge bereitet Börner die Tendenz zu immer mehr protektionistischen Maßnahmen in der Welt.

 
A container ship is loaded at a terminal in the harbour of Hamburg, late September 9, 2012. Germany's relative resilience to the euro zone crisis has been steadily fraying as its firms see falling demand for their products from key European partners and signs of a slowdown in other markets. The Munich-based Ifo institute said on Monday its business climate index, based on a monthly survey of some 7,000 firms, fell to 101.4 in September from 102.3 in August, defying expectations for a slight rise.Picture taken September 9. REUTERS/Fabian Bimmer (GERMANY - Tags: BUSINESS MARITIME)