BP - Im Streit mit USA über Ölkatastrophe kurz vor Einigung

Donnerstag, 15. November 2012, 08:53 Uhr
 

London (Reuters) - Der britische Ölkonzern BP hat bestätigt, dass im Streit mit dem US-Justizministerium über die Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine Einigung in Greifweite ist.

Das Management sprach am Donnerstag von weit fortgeschrittenen Gesprächen. Dabei gehe es um die Beilegung aller Vorwürfe der US-Strafermittler sowie der US-Börsenaufsicht SEC. Eine endgültige Vereinbarung gebe es allerdings noch nicht, hieß es in einer BP-Mitteilung weiter. Sobald Absprachen erreicht seien, müssten diese noch von US-Gerichten gebilligt werden. Reuters hatte zuvor von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren, dass BP wohl eine Rekordstrafe zahlen werde.

Im April 2010 war die BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert und hatte die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Dabei starben elf Arbeiter. Fast 90 Tage floss unkontrolliert Öl ins Meer, weil BP das Leck nicht stopfen konnte. Die Ölpest hinterließ enorme Schäden in der Natur sowie in Fischerei und im Tourismus.