GM-Chef schließt Opel-Verkauf kategorisch aus

Donnerstag, 15. November 2012, 17:00 Uhr
 

Hamburg (Reuters) - General Motors hat einen Verkauf der europäischen Tochter Opel kategorisch ausgeschlossen.

"Nichts liegt mir ferner, als Opel zu verkaufen", sagte GM-Chef Dan Akerson einem Redemanuskript zufolge am Donnerstag vor 5000 Opelanern in Rüsselsheim. Als weltweit tätiger Automobilkonzern brauche GM eine starke Präsenz in Europa. Dazu zählte Akerson sowohl das Design- und Entwicklungszentrum als auch die Produktion und Verkaufsorganisation. Zur Zukunft einzelner Werke äußerte er sich nicht. Opel verhandelt mit der IG Metall und dem Betriebsrat über die Auslastung der Werke. Dabei geht es auch um die Zukunft des von Schließung bedrohten Fahrzeugwerks in Bochum.

Akerson bekräftigte, an der Zusammenarbeit mit Peugeot festzuhalten. In wichtigen Bereichen fehle es Opel noch an Volumen und Skaleneffekten. "Und wenn die Lösung dafür eine Zusammenarbeit mit PSA ist, dann machen wir das", sagte der GM-Chef. GM ist seit Februar mit sieben Prozent an Peugeot beteiligt. Bislang sind beide Partner aber nicht über Vereinbarungen für vier Fahrzeugprojekte und gemeinsamen Einkauf hinausgekommen. Gespräche über eine gemeinschaftliche Sanierung wurden Insidern zufolge auf Eis gelegt, weil der französische Staat Personalabbau und Werksschließungen bei Peugeot verhindern will.

 
General Motors Chairman and Chief Executive Officer Dan Akerson addresses the Chevrolet Onix World Premiere in Sao Paulo October 21, 2012. REUTERS/Paulo Whitaker (BRAZIL - Tags: BUSINESS TRANSPORT)