Kreise: Troika und Zypern kommen bei Hilfe-Gesprächen voran

Sonntag, 18. November 2012, 11:28 Uhr
 

Athen (Reuters) - In den Verhandlungen über die Bedingungen für Rettungsbeihilfen an Zypern gibt es offenbar Fortschritte.

Die internationalen Geldgeber von EU, EZB und IWF hätten sich in Gesprächen mit der zyprischen Regierung auf eine Kernkapitalquote von neun Prozent per Ende 2013 für Banken des Landes geeinigt, erfuhr Reuters am Samstag von Insidern aus dem Finanzministerium und der Zentralbank des Landes. 2014 könne die Quote auf zehn Prozent steigen. Ursprünglich waren acht Prozent im Gespräch.

Zudem sei man sich einig in der Frage der Aufsicht für die Banken, hieß es. Keine Einigung gebe es indes in der Frage, wieviel Geld die Banken zur Rekapitalisierung benötigen. Auch sei noch offen, wieviel Einnahmen aus Privatisierungen die Geldgeber forderten und welche Kürzungen es bei Gehältern und Renten geben solle.

Das von der Pleite bedrohte Euro-Land hatte im Sommer einen Antrag auf Hilfen des Euro-Rettungsschirms ESM gestellt. Derzeit wird über Bedingungen dafür verhandelt. Es wird spekuliert, dass Zypern zwischen elf und 16 Milliarden Euro benötigt, den Großteil davon für seine Banken. Zypern ist das drittkleinste Land der Euro-Zone mit einer Wirtschaft von knapp 18 Milliarden Euro.

 
The logo of the European Union and the word crisis are displayed on the screen an iPad and a LCD monitor in Zenica November 16, 2012. REUTERS/Dado Ruvic (BOSNIA AND HERZEGOVINA - Tags: BUSINESS)