Netanjahu zeigt sich offen für internationale Vermittlung

Dienstag, 20. November 2012, 10:55 Uhr
 

Gaza/Jerusalem (Reuters) - Vor Beginn einer internationalen Vermittlungsrunde im Nahen Osten hat sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu offen für diplomatische Schritte gezeigt.

Bevor er über eine Bodenoffensive entscheide, wolle Netanjahu sämtliche diplomatischen Möglichkeiten voll ausschöpfen, sagte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter in der Nacht zum Dienstag. Der Ministerpräsident wolle ausloten, ob sich so ein langfristiger Waffenstillstand erreichen lasse. Netanjahu hatte bis in die frühen Morgenstunden mit seinen wichtigsten Kabinettskollegen über die nächsten Schritte beraten. Nach Tagen der Gewalt wollen am Dienstag mehrere internationale Politiker in der Region versuchen, die Krise diplomatisch beizulegen.

Am Dienstag verlautete aus israelischen Kreisen, auch US-Außenministerin Hillary Clinton werde erwartet. Sie solle am Mittwoch mit Netanjahu zusammenkommen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle brach bereits am Montag in den Nahen Osten auf. Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen wurden seit vergangenen Mittwoch 108 Palästinenser getötet. In Israel starben drei Zivilisten beim Einschlag einer Rakete aus dem Gazastreifen.

 
Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu addresses ambassadors in Ashkelon November 12, 2012. Sporadic missile fire from the Gaza Strip hit southern Israel on Monday for a fourth straight day, with Egypt trying to secure a truce and Israel warning it would toughen its response if the violence continued. Netanyahu convened foreign ambassadors in what appeared to be attempt to pre-empt international censure should Israel, whose 2008-2009 Gaza offensive exacted a costly civilian toll, again go in hard. REUTERS/Amir Cohen (ISRAEL - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)