Bayer darf Geschäft mit Thrombosemittel Xarelto in EU ausweiten

Dienstag, 20. November 2012, 10:00 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Bayer winkt in Europa mehr Umsatz mit seinem lukrativen neuen Thrombosehemmer Xarelto.

Ärzte dürfen in der Europäischen Union die Tablette jetzt auch zur Behandlung von Lungenembolien und zum Schutz vor erneut auftretenden Venethrombosen und Lungenembolien verschreiben. Die EU-Kommission habe grünes Licht für die Erweiterung der Zulassung gegeben, teilte Bayer am Dienstag in Berlin mit. Xarelto ist das derzeit wichtigste neue Medikament von Bayer. Die Leverkusener trauen dem Präparat in allen Indikationsgebieten zusammengerechnet einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro zu.

Lungenembolien können entstehen, wenn größere Blutgerinnsel aus den Venen in die Lunge wandern. Die Gerinnsel können dort große Gefäße verstopfen, was lebensbedrohlich ist.

Bayer arbeitet bei Xarelto mit dem US-Konzern Johnson & Johnson zusammen, der die Vertriebsrechte in den USA besitzt. In Europa und im Rest der Welt liegen die Rechte bei Bayer. Für dieses Jahr erwartete Bayer Umsätze mit Xarelto von rund 270 Millionen Euro oder etwas mehr. Rund zwölf Jahre dauerte die Entwicklung des Medikaments. Sie kostete Bayer und seinem US-Partner Johnson & Johnson rund zwei Milliarden Euro.

 
REUTERS/Ina Fassbender (GERMANY - Tags: BUSINESS HEALTH TPX IMAGES OF THE DAY)