Kreise - EU genehmigt Mega-Fusion von Glencore und Xstrata

Mittwoch, 21. November 2012, 15:24 Uhr
 

London/Brüssel (Reuters) - Der milliardenschweren Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata durch den Konkurrenten Glencore steht Kreisen zufolge auch von EU-Seite nichts mehr im Wege.

Glencore habe die Bedenken der Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU) im Bereich Zink ausgeräumt, sagten mit den Prüfungen vertraute Personen am Mittwoch. Glencore werde die Vertriebsvereinbarung mit der belgischen Nyrstar beenden. Das Unternehmen ist der weltweit größte Zinkproduzent und hat das Metall bislang über den Händler abgesetzt. Ein Verkauf des Xstrata-Zinkwerks in Nordenham sei nicht nötig. Glencore und Xstrata wollten sich nicht dazu äußern.

Am Dienstag stimmten die Aktionäre beider Unternehmen dem Kauf zu, der ein Volumen von mehr als 30 Milliarden Dollar hat. Die offizielle Bekanntgabe der EU-Entscheidung wurde für Donnerstag erwartet. Der geplante Zusammenschluss der beiden in der Schweiz ansässigen und international tätigen Konzerne ist der größte in der Branche seit 2007. Das Vorhaben stand lange unter anderem wegen Bedenken des Großaktionärs Katar vor dem Scheitern. Erst nachdem Glencore sein Angebot aufstockte, sagte der Golfstaat in der vergangenen Woche seine Unterstützung zu. Die Partner versprechen sich von der Fusion milliardenschwere Einsparungen und Wettbewerbsvorteile bei Rohstoffförderung und -handel. Das Geschäft ist von der großen Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern geprägt.