Afrikanische Staaten ringen um Frieden im Kongo

Samstag, 24. November 2012, 13:26 Uhr
 

Kampala (Reuters) - Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo bemühen sich mehrere Länder der Region um eine Lösung des Konflikts.

Ihre Staatschefs und Regierungsvertreter kamen am Samstag zu Beratungen in der Hauptstadt Ugandas, Kampala, zusammen. Auch der Präsident des Kongo, Joseph Kabila, sowie ein hochrangiger politischer Vertreter der Aufständischen reiste an. Ob es direkte Gespräche zwischen ihnen geben würde, war zunächst unklar. Die M23-Rebellen hatten unlängst im Osten des Kongo die Stadt Goma erobert. Sie wollen das gesamte Land unter ihre Kontrolle bringen. Dem benachbarten Ruanda wird vorgeworfen, die Aufständischen zu unterstützen. Präsident Paul Kagame schickte seine Außenministerin zu dem Treffen in Kampala.

Ruanda hat eine Verwicklung in den Konflikt stets zurückgewiesen, der bereits Tausende Menschen in die Flucht getrieben hat. Die Regierung von Präsident Kabila lehnte direkte Verhandlungen mit der Gruppe M23 bisher ab. Die Bewegung leitet ihren Namen aus dem Friedensabkommen vom 23. März 2009 ab. Die Übereinkunft sah die Eingliederung der damaligen Rebellen in die kongolesischen Streitkräfte vor. Aus Sicht der Aufständischen hat die Regierung den Vertrag gebrochen. Die Gruppe versucht, von der Unzufriedenheit über das langsame Reformtempo zu profitieren und ihre Basis zu verbreitern.

 
People go about their business in central Goma, in eastern Democratic Republic of Congo November 22, 2012. REUTERS/James Akena