Preisdruck in Deutschland lässt leicht nach

Mittwoch, 28. November 2012, 14:08 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Inflationsrate in Deutschland ist erstmals seit dem Sommer wieder unter die Marke von zwei Prozent gefallen.

Waren und Dienstleistungen kosteten im November 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist der niedrigste Preisdruck seit Juli. Im September und Oktober lag die Teuerungsrate bei 2,0 Prozent. Bei Werten von knapp unter zwei Prozent spricht die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen. Von Oktober auf November fielen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Die endgültigen Preise werden am 12. Dezember veröffentlicht.

Wie aus vorläufigen Daten aus den Bundesländern hervorgeht, mussten die Bürger etwa in Nordrhein-Westfalen 3,6 Prozent mehr für Heizöl zahlen als im Vorjahr. Für Nahrungsmittel mussten sie sogar 3,7 Prozent mehr aufwenden. Dem standen jedoch deutlich günstigere Dienstleistungen der Kreditinstitute gegenüber: Sie verbilligten sich um 31 Prozent. Auch die Nachrichtenübermittlung, beispielsweise per Telefon und Fax, war günstiger. In Bayern bezahlten die Bürger dafür 1,3 Prozent weniger als im November 2011.