Zeitung: Sharp verschafft sich Luft mit Verkauf von TV-Fabriken

Samstag, 1. Dezember 2012, 11:53 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Der schwer angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sharp will einem Medienbericht zufolge für umgerechnet 514 Millionen Euro drei Fernseherfabriken an seinen taiwanischen Partner Hon Hai Precision verkaufen.

Dabei handele es sich um die Standorte in Mexiko, China und Malaysia, berichtete die Zeitung "Sankei" am Samstag unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise. Die Trennung von der Fabrik in Mexiko könne noch im Dezember beginnen. Auf diese habe es Hon Hai besonders abgesehen, zitierte das Blatt aus Sharp-Kreisen. Außer den drei genannten hat Sharp noch eine vierte Fernseherfertigung im Ausland. Sie befindet sich in Polen.

Der japanische Konzern hat mit seinen hohen Schulden, Verlusten und einem dramatisch gesunkenen Börsenwert zu kämpfen. An den Kapitalmärkten kann er sich kein frisches Geld beschaffen und wird von seinen beiden wichtigsten Banken am Leben gehalten. Hon Hai kooperiert mit Sharp bereits im TV-Bildschirm-Geschäft. Der Konzern aus Taiwan sollte mit knapp zehn Prozent bei Sharp einsteigen und damit größter Aktionär werden. Aber da das taiwanische Unternehmen mehr Einfluss für sein Geld haben will, sind die Verhandlungen festgefahren.

 
Sharp Corp's President Takashi Okuda bows at the end of a news conference in Tokyo November 1, 2012. Struggling Japanese TV maker Sharp Corp warned it might not be able to survive on its own, as it almost doubled its full-year net loss forecast to $5.6 billion, and said it was considering alliances with other companies. REUTERS/Issei Kato (JAPAN - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)