USA weisen iranische Berichte über Drohnenverlust zurück

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 08:04 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Die USA haben Berichte aus dem Iran zurückgewiesen, wonach die Islamische Republik eine Spionagedrohne abgefangen haben soll.

"Wir haben keinen Beleg dafür, dass die iranischen Behauptungen wahr sind", sagte ein Sprecher des Präsidialamts in Washington am Dienstag. Auch die US-Marine erklärte, man vermisse keine Drohne in der Region. Die Einsätze im Golf beschränkten sich auf internationales Territorium.

Der Iran fing nach Angaben der Revolutionsgarde die US-Spionagedrohne vom Typ ScanEagle über dem Golf ab. Der Flugkörper habe das iranische Territorium verletzt. Der Vorfall habe sich in den vergangenen Tagen ereignet. Ob die 1,25 Meter lange Drohne abgeschossen wurde oder von allein abstürzte, blieb unklar. Auch über den Ort wurden keine näheren Angaben gemacht.

Zwischen den USA und dem Iran gibt es schon länger Spannungen wegen des Atomprogramms der Islamischen Republik. Vor allem der Westen verdächtigt das Land, Atomwaffen zu entwickeln, was die Regierung in Teheran bestreitet. Im November hatten die USA erklärt, der Iran habe eine ihrer Spionagedrohnen im internationalen Luftraum abgeschossen. Die Islamische Republik erklärte dagegen, der Flugkörper habe sich in iranischem Luftraum befunden.

Der Iran hat wiederholt damit gedroht, die Seestraße von Hormus zu schließen - eine der wichtigsten internationalen Schifffahrtrouten. Die USA wollen die Meeresenge in jedem Fall offenhalten. Rund 40 Prozent der weltweiten Öl-Transporte auf See führen durch die Straße von Hormus.

 
Iran's President Mahmoud Ahmadinejad leaves after a meeting with Vietnam's National Assembly's Chairman Nguyen Sinh Hung in Hanoi November 10, 2012. REUTERS/Kham