Deutsche Bank weist "FT"-Bericht über versteckte Verluste zurück

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 08:59 Uhr
 

London (Reuters) - Die Deutsche Bank hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe sich in der Finanzkrise mit der Verschleierung von Verlusten schöngerechnet.

Die "Financial Times" berichtete am Donnerstag, drei ehemalige Angestellte beschuldigten das Geldinstitut, bis zu zwölf Milliarden Dollar an Buchverlusten nicht ausgewiesen zu haben. Die Anschuldigungen seien mehr als zweieinhalb Jahre alt, erklärte eine Bank-Sprecherin. Sie seien im Juni 2011 öffentlich berichtet worden und seien umfassend untersucht worden. "Sie sind völlig unbegründet", betonte die Sprecherin. Alle Bewertungen und Finanzberichte seien korrekt gewesen.

Dem Zeitungsbericht zufolge haben die drei Ex-Banker bei der US-Börsenaufsicht SEC angezeigt, dass die Deutsche Bank zwischen 2007 und 2009 "gigantische Positionen" bei Derivaten nicht nach Marktwert bilanziert habe. Hätte die Bank die 130 Milliarden Dollar schweren Positionen korrekt abgerechnet, wäre ihr Kapital gefährlich zusammengeschnurrt, was möglicherweise eine Rettung durch den Staat hätte nötig werden lassen, berichtet die "FT" unter Berufung auf mit den Anzeigen vertraute Personen.

 
A Deutsche Bank logo is pictured in front of the Deutsche Bank headquarters in Frankfurt February 24, 2011. After a three-year renovation period the two Deutsche Bank towers are re-opened. REUTERS/Ralph Orlowski (GERMANY - Tags: BUSINESS)