US-Verbrauchervertrauen bricht vor Weihnachten ein

Freitag, 7. Dezember 2012, 16:09 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Stimmung der US-Konsumenten ist Anfang Dezember überraschend eingebrochen.

Der Index für das Verbrauchervertrauen fiel nach vorläufigen Berechnungen auf 74,5 Zähler von 82,7 Punkten, teilten Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag zu ihrer Umfrage mit. Das ist das niedrigste Niveau seit August. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 82,4 Punkten gerechnet.

Der von Anlegern stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der USA aus. Der schwache Arbeitsmarkt hatte sich zuletzt belebt: Die US-Wirtschaft schuf im November deutlich mehr Stellen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 146.000.

Für Unsicherheit sorgt aber weiterhin die sogenannte "Fiskalklippe", mit der zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Kraft treten. Dies könnte die USA in die Rezession treiben. Die Fronten zwischen Demokraten und Republikanern hatten sich zuletzt verhärtet, was offenbar auch die Verbraucher mit Sorge sehen.