Wachstum von Chinas Industrieproduktion auf Acht-Monats-Hoch

Sonntag, 9. Dezember 2012, 11:58 Uhr
 

Peking (Reuters) - In der chinesischen Wirtschaft mehren sich die ermutigenden Hinweise darauf, dass die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt.

Die Industrieproduktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stieg nach amtlichen Daten von Sonntag im November mit einem überraschend kräftigen Plus von 10,1 Prozent zum Vorjahr so stark wie seit acht Monaten nicht mehr. Experten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 9,8 Prozent gerechnet. Zum Vormonat legte die Industrieproduktion um 0,9 Prozent zu. Schon im Oktober war sie schneller gewachsen als erwartet. Auch die Umsätze im Einzelhandel erreichten mit einem Plus von 14,9 den größten Zuwachs seit acht Monaten.

Die Daten stützen die Hoffnungen, dass die chinesische Wirtschaft die Talsohle ihrer Abkühlung erreicht hat. Wegen der Schuldenkrise in Europa und der schwachen Konjunkturerholung in den USA hat sich die Wirtschaft des Exportweltmeisters sieben Quartale in Folge abgeschwächt. Damit droht in diesem Jahr das langsamste Wachstum seit 1999. Für 2012 strebt die Regierung ein Plus von 7,5 Prozent an, 2011 waren es noch 9,2 Prozent. China benötigt solche für Europa äußerst üppig anmutende Wachstumsraten von sieben bis acht Prozent, um dem jährlichen Ansturm auf den Arbeitsmarkt des Milliardenvolkes Herr zu werden und so soziale Unruhen zu vermeiden.

 
A man loads rice onto a cart for a rice-buying agent in Tay Mo village, outside Hanoi November 27, 2012. China, the world's top rice producer and consumer, aims to improve its super-hybrid rice yield by a further 11 percent by 2015 as part of its efforts to maintain food self-sufficiency, the official Xinhua news agency reported on Tuesday. Last year, China became a net rice importer for the first time in 15 years and imports in the first ten months of 2012 rose nearly three-fold to 1.98 million tonnes, the majority of which was from Vietnam. REUTERS/Kham (VIETNAM - Tags: BUSINESS FOOD COMMODITIES)