NRW-Regierung fordert von Opel Beschäftigungsgarantie für Bochum

Dienstag, 11. Dezember 2012, 08:32 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat von der Opel-Mutter General Motors (GM) eine Beschäftigungsgarantie für die gut 3000 Arbeiter am Standort Bochum gefordert.

"Unsere Forderung ist ganz klar. Niemand von den Beschäftigten darf in die Arbeitslosigkeit gehen, auch nicht nach 2016", sagte Duin am Dienstag im Deutschlandfunk. Die Landesregierung setze sich derzeit dafür ein, dass sich auf den Werksflächen in Bochum neue Unternehmen ansiedeln, um dort eine Perspektive für industrielle Produktion zu entwickeln. "Was bislang fehlt, ist ein klares Bekenntnis von GM, in den Prozess verlässlich mit einzusteigen", sagte Duin.

Opel hatte am Montag angekündigt, das Werk in Bochum mit 3365 Beschäftigten dichtzumachen. Die Entscheidung begründete Opel-Chef Thomas Sedran mit dem dramatisch geschrumpften Automarkt in Westeuropa und den hohen Überkapazitäten in der gesamten Branche.

Nach den Worten Duins will die Landesregierung dem Unternehmen nicht mit finanziellen Hilfen entgegenkommen. "Wir wollen gar kein Geld in die Hand nehmen, sondern Opel muss das Geld in die Hand nehmen", sagte Duin. Opel könne sich für einen sehr teuren Sozialplan entscheiden oder sich daran beteiligten, die vorgeschlagenen Industrieansiedlungen zu realisieren. Dem GM-Management warf der Minister Versagen vor. "Bochum ist denen völlig egal, die wissen wahrscheinlich noch nicht mal, wo das liegt", sagte er.

 
A street sign is pictured below a logo of German car manufacturer Opel as birds fly beyond at the headquarters in Ruesselsheim November 12, 2012. REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS TRANSPORT)