Griechische Steuerreform soll 2,5 Milliarden einbringen

Freitag, 14. Dezember 2012, 13:08 Uhr
 

Athen (Reuters) - Das krisengeschüttelte Griechenland will mit Steuererhöhungen in den kommenden beiden Jahren 2,5 Milliarden Euro mehr einnehmen.

Dies soll unter anderem durch höhere Sätze für Gutverdiener und Unternehmen erreicht werden, wie aus einem am Donnerstagabend im Parlament vorgelegten Gesetzentwurf hervorgeht. Zudem sollen Gewinne aus Aktiengeschäften besteuert und Ausnahmeregelungen gestrichen werden.

Die Zustimmung zu dem Steuergesetz gehört zu den Voraussetzungen, die die Regierung in Athen für weitere Hilfskredite über 14,7 Milliarden Euro bis Ende März erfüllen muss. Noch im Dezember sollen zudem 34,3 Milliarden Euro fließen. Nach einer monatelangen Zitterpartie hatten die Euro-Finanzminister neue Kredite von zusammen 49,1 Milliarden Euro freigegeben.

Mit den Gesetzen will die Regierung nach eigener Darstellung das Steuersystem gerechter und effektiver gestalten und die Steuerhinterziehung bekämpfen. Ein zweiter Entwurf sieht eine Reform der Steuerverwaltung vor, die von viele Griechen als korrupt eingeschätzt wird.

Den Plänen zufolge steigen die Steuern auf Unternehmensgewinne um sechs Punkte auf 26 Prozent. Gewinne aus Aktiengeschäften an der Athener Börse werden demnach von April kommenden Jahres an mit 20 Prozent besteuert. Gleichzeitig sollen Steuerschlupflöcher gestopft werden.

 
Greece's Prime Minister Antonis Samaras arrives at a European Union leaders summit in Brussels December 14, 2012. REUTERS/Francois Lenoir (BELGIUM - Tags: POLITICS BUSINESS)