Syrischer Vizepräsident - Keine Seite kann Krieg gewinnen

Montag, 17. Dezember 2012, 07:58 Uhr
 

Beirut (Reuters) - In ungewohnt offenen Worten rückt die syrische Führung vom Anspruch ab, den Bürgerkrieg noch zu gewinnen.

Weder die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad noch die Rebellen könnten in dem Konflikt siegen, zitierte die libanesische Zeitung "Al-Achbar" am Sonntag Vizepräsident Faruk al-Scharaa. Die Situation verschlechtere sich zunehmend. Um den Krieg zu beenden, sei die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit nötig. Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte derweil dem Radiosender RFI, das Ende der Regierung Assad sei nahe. Frankreich ist einer der schärfsten Assad-Kritiker und hatte als erstes westliches Land die oppositionelle Nationalkoalition als legitime Vertretung Syriens anerkannt.

Die Rebellen haben in jüngster Zeit deutliche Geländegewinne verzeichnet. Die international weitgehend isolierte Führung in Damaskus versucht mit dem Einsatz der Luftwaffe, einen Sturz zu verhindern. In dem seit März 2011 anhaltenden Konflikt sind schätzungsweise 40.000 Menschen getötet worden.

 
Free Syrian Army fighters pose at a tank after capturing the Military Infantry School following heavy clashes with forces loyal to President Bashar al-Assad in Aleppo December 16, 2012. REUTERS/Zain Karam