Hurrikan Sandy und sparsame Kunden belasten FedEx

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 15:58 Uhr
 

New York (Reuters) - Der Hurrikan "Sandy" und knauserige Kunden haben den Gewinn des US-Paketdienstes Fedex abstürzen lassen.

Der Überschuss sei im zweiten Geschäftsquartal bis Ende November um knapp zwölf Prozent auf 438 Millionen Dollar gesunken, erklärte der Rivale der Deutschen Post am Mittwoch. Durch die schweren Zerstörungen an der US-Ostküste habe FedEx weniger Sendungen ausliefern können und höhere Kosten verbucht. Doch auch die schwächere Weltwirtschaft hinterließ ihre Spuren in der Bilanz: Kunden wichen bei Expresssendungen auf billigere Lösungen aus. Fedex-Aktien legten vorbörslich zwei Prozent zu.

"Die andauernde Schwäche der Weltwirtschaft und die steigende Nachfrage nach renditeschwächeren Lösungen im internationalen Geschäft habe die Profite bei FedEx Express eingeschränkt", beklagte Firmenchef Fred Smith. Die Express-Sparte mit ihrem grenzüberschreitenden Geschäft ist ein Sorgenkind des US-Konzerns, zu dessen Wettbewerbern auch US-Primus UPS gehört. Der operative Gewinn der Sparte brach im Ende November beendete Quartal um 33 Prozent auf 230 Millionen Dollar ein.

Zulegen konnte FedEx aber beim Umsatz - die Erlöse stiegen um 4,7 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar. An seiner im September um rund zehn Prozent gesenkten Gewinnprognose für das bis Mai laufende Geschäftsjahr hielt Fedex fest. Smith setzt dabei auch auf das Weihnachtsgeschäft - der Boom im Internet-Handel soll auch FedEx auf die Sprünge helfen. Immer mehr Verbraucher bestellen Geschenke online, die Paketdienste liefern sie dann aus. Von dem Trend profitiert auch die Deutsche Post.

 
Dennis Wiist, Wildlife Repository Specialist (background), inspects an eagle at the U.S. Fish and Wildlife Service National Eagle Repository in Commerce City, Colorado March 26, 2012. REUTERS/Rick Wilking (UNITED STATES - Tags: SOCIETY ANIMALS)