LBBW verklagt Deutsche Bank in USA auf 170 Millionen Dollar

Freitag, 28. Dezember 2012, 15:19 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Verkauf riskanter Hypothekenpapiere in den USA hat für die Deutsche Bank ein weiteres juristisches Nachspiel.

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Deutsche Bank beim Obersten Gericht des US-Bundesstaates New York auf 173 Millionen Dollar verklagt, wie aus den Gerichtsdokumenten hervorgeht. Die LBBW klagt auf Schadenersatz oder Rückabwicklung der Geschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise. "Die LBBW stützt ihren Klageanspruch im Wesentlichen auf den Vorwurf falscher Angaben in den Verkaufsunterlagen für die hypothekenbasierten Wertpapiere", sagte ein LBBW-Sprecher am Freitag. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte, man halte die Klage für unbegründet und werde sich dagegen zur Wehr setzen.

Viele deutsche Banken hatten mit strukturierten Krediten in den USA hohe Verluste erlitten, als die Immobilienblase dort in den Jahren 2007 und 2008 platzte. Viele Häuslebauer konnten ihre Kredite nicht mehr bedienen, weil sie auf steigende Häuserpreise gesetzt hatten. Die Kreditverbriefungen verloren deutlich an Wert. Seither ist eine Flut von Schadenersatzklagen deutscher Banken eingegangen, die die Klagefristen nicht versäumen wollen. Die DZ Bank etwa hatte kürzlich eine fast 700 Millionen Dollar schwere Klage gegen Morgan Stanley eingereicht.

 
Police officers stand inside the lobby of the headquarters of Germany's largest business bank, Deutsche Bank AG in Frankfurt December 12, 2012. REUTERS/Kai Pfaffenbach