S&P: Unveränderter Ausblick nach Einigung im US-Etatstreit

Donnerstag, 3. Januar 2013, 08:06 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Ratingagentur S&P sieht sich durch den Kompromiss im US-Haushaltsstreit nicht zu einer Heraufstufung der Kreditwürdigkeit des Landes veranlasst.

Die Einigung ändere nichts am Ausblick, urteilten die Bonitätswächter am Mittwoch. Bei S&P werden die USA seit einiger Zeit nur noch mit "AA+" bewertet und damit nicht mehr mit der Bestnote. Zudem ist der Ausblick negativ. S&P begründete die zurückhaltende Einschätzung des Kompromisses damit, dass die US-Staatsfinanzen dadurch mittelfristig nicht stabiler würden. Die Einigung zum Jahreswechsel verhinderte automatisch eintretende Steuererhöhungen für praktisch alle Amerikaner sowie Ausgabenkürzungen. Positiv bewertete S&P, dass sich durch das Umschiffen der Fiskalklippe das Risiko einer Rezession verringert habe.

Im Gegensatz zu S&P bewertet Moody's die USA immer noch mit der höchstmöglichen Bonitätsnote. Seit August 2011 ist diese jedoch mit einem negativen Ausblick versehen. Nun verlangten die Bonitätswächter, die USA müssten nach der Einigung mehr tun, um das "AAA"-Rating zu bewahren. Mittelfristig verbessere der Kompromiss nicht die Schuldenquote der Regierung, urteilte Moody's und argumentierte damit ähnlich wie S&P. "Es ist ein wichtiger Schritt, aber es ist ein erster Schritt", sagte der führende US-Staatsanleihen-Analyst von Moody's, Steven Hess, zu Reuters. Die USA stoßen voraussichtlich Ende Februar an ihre selbst gesetzte Schulden-Obergrenze. Moody's will nun abwarten, wie sich die Debatte über die Erhöhung dieser Grenze in den kommenden Monaten entwickelt.

 
An American flag that is planted in the snowy ground REUTERS/Carlo Allegri (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW OBITUARY)