Autobauer fahren in den USA reihenweise Zuwächse ein

Donnerstag, 3. Januar 2013, 18:02 Uhr
 

Detroit/München (Reuters) - Ein gutes Weihnachtsgeschäft hat vielen großen Autobauern zum Jahresausklang Zuwächse in den USA beschert.

General Motors verkaufte nach Angaben von Donnerstag im Dezember fast 246.000 Fahrzeuge auf dem Heimatmarkt, das sind fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. Ford meldete ein Plus von zwei Prozent auf gut 214.000 Wagen. Dies seien die besten Dezember-Verkaufszahlen seit dem Vorkrisenjahr 2006. Der Dritte im Bunde der amerikanischen "Big 3", der Autobauer Chrysler, steigerte seinen Absatz um zehn Prozent auf mehr als 152.000 Fahrzeuge. Auch ausländische Hersteller legten kräftig zu: der japanische Toyota-Konzern um neun Prozent auf gut 194.000, Volkswagen um 35 Prozent auf 44.000 Wagen. Die VW-Tochter Audi erzielte einen Anstieg von 17 Prozent.

Vor allem die deutschen Oberklasse-Autobauer profitieren davon, dass ihre teuren Limousinen und Geländewagen im zweitgrößten Pkw-Markt der Welt weiter reißenden Absatz finden. In den USA wie in China gleichen die Konzerne Rückgänge in Europa aus. In vielen europäischen Ländern, vor allem im schuldenbeladenen Süden, wurden 2012 so wenige Neuwagen verkauft wie seit Jahren, teils Jahrzehnten, nicht mehr. Auch der lange krisenresistente Pkw-Markt in Deutschland geriet in den Strudel der Absatzkrise. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Zahl der Neuzulassungen hier um drei Prozent auf 3,08 Millionen.

Für die USA gehen Experten davon aus, dass die Autoverkäufe im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf rund 14,5 Millionen Fahrzeuge angezogen haben. Dies wäre der beste Wert seit 2007. Die allmähliche Erholung der amerikanischen Wirtschaft, die leichtere Verfügbarkeit von Krediten und die Notwendigkeit, alte Fahrzeuge zu ersetzen, sorgten demnach für Schwung am lange lahmenden Automarkt. Für 2013 erwartet das Marktforschungsunternehmen Polk einen Anstieg der Verkaufszahlen in den USA auf 15,3 Millionen - ein Plus von knapp sieben Prozent.