US-Firmen schaffen im Dezember weniger neue Stellen

Freitag, 4. Januar 2013, 17:02 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die US-Wirtschaft hat im Dezember etwas weniger neue Stellen geschaffen.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 155.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das waren 6000 weniger als noch im November. Von Reuters befragte Ökonomen hatten diesmal mit einem Plus von 150.000 gerechnet. Während Industrie und Dienstleister neue Mitarbeiter einstellten, baute der unter Spardruck stehende öffentliche Dienst Stellen ab.

Die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,8 Prozent. Sie liegt damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von sechs Prozent. "Unsere Wirtschaft wächst, aber sie boomt nicht", sagte Ökonom Jim O'Sullivan von High Frequency Economics. "Die US-Wirtschaft quält sich so durch", sagte Tom di Galoma von Navigate Advisors. Experten zufolge hat der Haushaltsstreit viele Unternehmen von Investitionen und Neueinstellungen abgehalten. Durch ihn drohen Steuererhöhungen und staatliche Ausgabenkürzungen, die das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft dämpfen dürften.

STAAT MUSS SPAREN

Nach Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD wird die US-Wirtschaft 2013 mit 2,0 Prozent ähnlich schnell wachsen wie in diesem Jahr mit 2,2 Prozent. 2014 soll sich das Tempo auf 2,8 Prozent erhöhen. Gebremst werden dürfte die Erholung am Arbeitsmarkt von der Regierung, die voraussichtlich ab März kräftig Ausgaben kürzen muss. Experten rechnen deshalb damit, dass Stellen etwa beim Militär und in staatlichen Bildungseinrichtungen gestrichen werden.

 
U.S. President Barack Obama watches on as a turbocharger is attached to a diesel engine under construction as he tours the Daimler Detroit Diesel plant in Redford, Michigan, December 10, 2012. REUTERS/Jason Reed