Gewinnmitnahmen bei europäischen Aktien - Banken stützen

Montag, 7. Januar 2013, 14:32 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Nach dem starken Jahresauftakt haben einige Anleger am Montag Kasse gemacht.

Ein kräftiges Kursplus der Finanzwerte verhinderte allerdings einen größeren Rücksetzer. Der Dax notierte am Nachmittag 0,5 Prozent im Minus bei 7734 Zählern. Der EuroStoxx50 verlor 0,4 Prozent auf 2697 Punkten. An den US-Börsen zeichnete sich ebenfalls ein schwacher Handelsstart ab. Auch bei Rohstoffen wie Öl oder Kupfer nahmen Investoren Gewinne mit.

Der europäische Bankenindex stieg unterdessen um bis zu 2,2 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 173,67 Punkten. Der Baseler Ausschluss für Bankenaufsicht hatte den Instituten vier Jahre mehr Zeit eingeräumt hatte, um ihre Liquiditätspuffer aufzufüllen. "Dieser Schritt verschafft der Branche etwas Luft zum Atmen", sagte KBC-Volkswirt Koen De Leus.

Innerhalb des Sektors gehörten die französische Credit Agricole, die Deutsche Bank, die italienische Unicredit und die britische Barclays mit Kursgewinnen zwischen 3,3 und 3,8 Prozent zu den Favoriten. Deutsche Bank markierten in der Spitze mit 36,44 Euro ein Neun-Monats-Hoch. Commerzbank gewannen 2,6 Prozent.

BÖRSIANER RECHNEN MIT WIEDERAUFNAHME DER AKTIENRALLY

Den aktuellen Durchhänger des Aktienmarktes bezeichneten Börsianer als vorübergehend. "Der Investitionswille ist aber da", sagte ein Händler. "Alle wollen im Dax die 8000 Punkte sehen." Die Analysten von HSBC erwarten an den globalen Aktienmärkten in diesem Jahr eine Rendite von rund 15 Prozent. Vor allem die lockere Geldpolitik der Notenbanken dürfte den Börsen weiter Auftrieb geben, urteilten die Experten. HSBC favorisiert europäische Aktien außerhalb Großbritanniens sowie Schwellenland-Titel.

Am Rentenmarkt erholte sich der Bund-Future etwas von seiner Talfahrt der Vorwoche und legte um 36 Ticks auf 143,11 Punkte zu. In den ersten drei Handelstagen 2013 hatte er rund drei Zähler eingebüßt. Eine Trendwende sei aber nicht in Sicht, betonte ein Börsianer. Daher müsse mit weiteren Kursverlusten des Terminkontraktes auf die zehnjährige Bundesanleihe gerechnet werden.

Der Euro verbilligte sich auf 1,3041 Dollar, nach 1,3067 Dollar zum New Yorker Freitagsschluss. Die Gemeinschaftswährung litt erneut unter Spekulationen, wonach die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik schneller straffen könnte als bislang gedacht.

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