Dreamliner bricht Start wegen Treibstoff-Leck ab

Mittwoch, 9. Januar 2013, 07:43 Uhr
 

New York (Reuters) - Bei einem Boeing-Dreamliner ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen.

Nachdem am Montag in einer Maschine auf dem Bostoner Flughafen ein Brand ausgebrochen war, musste ein weiteres Flugzeug am Dienstag einen Start in der US-Ostküstenmetropole abbrechen. Als Grund nannte ein Feuerwehrsprecher ein Leck am Treibstofftank, bei dem rund 150 Liter ausgetreten seien. Ein Feuer sei nicht ausgebrochen, niemand sei verletzt worden. Eine Sprecherin von Japan Airlines sagte, Ursache sei ein mechanisches Problem gewesen. Die Details seien noch nicht bestätigt. Boeing war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Unglücksmaschine vom Montag gehörte ebenfalls Japan Airlines. Bei dem Vorfall explodierte offenbar eine Batterie, die Geräte an Bord mit Strom versorgt. Die US-Transportbehörde NTSB erklärte, das Feuer habe einen schwerwiegenden Schaden im Flugzeug angerichtet.

Laut einem Medienbericht hat auch United Airlines Schwierigkeiten mit einem seiner Dreamliner. Es handele sich um das Kabelproblem, dass auch an Bord der Japan-Airlines-Maschine am Montag für Probleme gesorgt habe, berichte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine nicht näher genannte Person. United habe seine Maschinen kontrolliert, nachdem Japan Airlines seinen Dreamliner aus dem Verkehr gezogen habe.

Der Dreamliner gilt als Prestigeprojekt des Airbus-Konkurrenten Boeing, der das neue Modell erst mit jahrelanger Verspätung ausliefern konnte und zuletzt auch mit Triebwerksproblemen zu kämpfen hatte.

 
A Boeing 787 Dreamliner aircraft stands at a parking position after its first official landing at the Vienna airport December 17, 2012. REUTERS/Heinz-Peter Bader (AUSTRIA - Tags: TRANSPORT)