Bau erwartet 2013 trotz Immobilienbooms nur mageres Umsatzplus

Mittwoch, 9. Januar 2013, 10:07 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Trotz florierender Immobiliengeschäfte peilt die deutsche Bauwirtschaft auch im neuen Jahr nur ein mageres Wachstum an.

Die gesamten Umsätze dürften 2013 nominal um rund zwei Prozent steigen, wie die Branchenverbände HDB und ZDB am Mittwoch in einer gemeinsamen Prognose mitteilten. Wegen des Anstiegs der Baupreise sei dies real eine Stagnation. Im vorigen Jahr stieg der Umsatz nominal um ein Prozent und damit deutlich weniger als ursprünglich von der Branche mit vier Prozent erhofft. Zum Vergleich: Im Boomjahr 2011 hatte der Bau noch um mehr als zwölf Prozent zugelegt und vor allem vom anziehenden Immobiliengeschäft profitiert. Denn in der Schuldenkrise setzen Investoren verstärkt auf den Wohnungsmarkt und Privatleute erfüllen sich dank niedriger Zinsen den Traum vom Eigenheim.

Auch im vorigen Jahr war der Wohnungsbau mit rund fünf Prozent mehr Umsatz der Wachstumstreiber, der Wirtschaftsbau sorgte für ein Plus von 1,5 Prozent. Vom öffentlichen Bau hingegen kamen keine Impulse. Hier sanken die Erlöse um rund 4,5 Prozent, weil den Verbänden zufolge vor allem die Kommunen weniger investierten. Die Beschäftigung am Bau stieg im Jahresschnitt 2012 um 11.000 auf 745.000.

 
The construction site of the new headquarters of the European Central Bank (ECB) is pictured in Frankfurt December 6, 2012. The European Central Bank held interest rates at a record low of 0.75 percent on Thursday, leaving investors to shift their attention to new economic forecasts for clues about possible cuts next year. REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS)