Firmen steigern Produktion im November nur minimal

Mittwoch, 9. Januar 2013, 12:30 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Nach dem Einbruch der Produktion zum Herbstbeginn haben die deutschen Unternehmen die Scharte im November nicht auswetzen können.

Sie stellten nur 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 1,0 Prozent auf dem Zettel. Im Oktober war der Ausstoß um revidiert 2,0 Prozent zurückgefahren worden. In einer ersten Schätzung waren sogar 2,6 Prozent veranschlagt worden.

"Nach dem schwachen Start ins Jahresschlussquartal 2012 hat sich die Produktion zunächst stabilisiert", schrieb das Ministerium. Der Ausstoß werde aber im vierten Quartal voraussichtlich hinter dem Niveau der vorherigen drei Monate zurückbleiben. Die Entwicklung der Auftragseingänge und die aufgehellten Stimmungsindikatoren sprächen allerdings für "etwas günstigere Produktionsperspektiven" im neuen Jahr. Trotz schwacher Auftragseingänge hatte das Ordervolumen im November immerhin noch auf dem Niveau des Sommerquartals gelegen. Zugleich signalisierte der Ifo-Geschäftsklimaindex eine leichte Erholung der Wirtschaft.

INDUSTRIE MIT KLEINEM PLUS

Die Industrie steigerte ihre Produktion im November um 0,4 Prozent. Die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen fertigten 1,4 Prozent mehr. Die Erzeugung von Vorleistungsgütern wie Stahl zog um 0,2 Prozent an. Der Ausstoß von Konsumgütern wurde hingegen um 2,2 Prozent gedrosselt. Die Bauproduktion legte um 1,0 Prozent zu, während die Energieproduktion um 3,3 Prozent sank.