Autozulieferer Conti erwartet 2013 geringeres Wachstum

Montag, 14. Januar 2013, 09:53 Uhr
 

Hamburg (Reuters) - Der Autozulieferer Continental stellt sich nach Rekorden im vergangenen Jahr für 2013 auf geringere Wachstumsraten ein.

Angesichts der aktuell schwachen Vorzeichen an den Automobilmärkten strebe der Konzern für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent auf mehr als 34 Milliarden Euro an, kündigte Vorstandschef Elmar Degenhart am Montag anlässlich der Automesse in Detroit an. Die bereinigte Rendite solle erneut über zehn Prozent liegen. Im abgelaufenen Jahr hatte Conti den Umsatz weltweit um sieben Prozent auf 32,7 Milliarden Euro und damit etwas mehr als prognostiziert gesteigert. Der bereinigte Betriebsgewinn lag bei knapp 3,5 Milliarden Euro; die operative Umsatzrendite auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte auf 10,7 (Vorjahr: 10,1) Prozent.

Für 2013 rechnet der Konzern mit einer geringen Steigerung der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis sechs Tonnen um etwa zweieinhalb Prozent auf 82 Millionen Fahrzeuge. Die Unsicherheit über den Verlauf der Autokonjunktur sei weiterhin groß. "Wir werden deshalb das hohe Tempo des erfolgreichen Jahres 2012 voraussichtlich nicht ganz halten können", erklärte Degenhart. Die Verschuldung solle weiter zurückgefahren werden.

Der im vergangenen Jahr in den Leitindex Dax zurückgekehrte Konzern macht ein schwächeres Wachstum in Europa durch seine weltweite Präsenz wett. Für einen Ausgleich von Schwankungen sorgt zudem das stabile Reifengeschäft, das Conti in den nächsten Jahren weiter ausbauen will. Dazu baut der Konzern die Produktion in China und Brasilien in den nächsten Jahren massiv aus.