Ban begrüßt Frankreichs Militärintervention in Mali

Dienstag, 15. Januar 2013, 07:24 Uhr
 

New York (Reuters) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die französische Militärintervention in Mali begrüßt.

Ban hoffe, dass der Einsatz die jüngste Offensive der Terroristen stoppe, teilte das Büro des Generalsekretärs der Vereinten Nationen am Montag mit. Ziel sei es, den Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrats von Dezember so schnell wie möglich umzusetzen.

Dieser sieht die Wiederherstellung der verfassungsrechtlichen Ordnung und territorialen Integrität von Mali mit Hilfe eines Militäreinsatzes unter afrikanischer Führung vor. Der UN-Einsatz sollte zunächst nicht vor September beginnen. Frankreich rief nun dazu auf, die Umsetzung zu beschleunigen. Die ehemalige Kolonialmacht hatte am Freitag auf Wunsch der Regierung in den Kampf zwischen den Streitkräften und den der Al-Kaida nahestehenden Aufständischen eingegriffen. Die Rebellen sollen am Vormarsch auf die Hauptstadt Bamako gehindert werden.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta begrüßte ebenfalls das französische Vorgehen. Er sei im Gespräch mit seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian über mögliche Hilfsleistungen, sagte Panetta zu Journalisten. Dabei könne es sich beispielsweise um logistische Unterstützung oder Geheimdienstinformationen handeln. Auch Deutschland prüft derzeit, wie man Frankreich zur Seite stehen kann.

Der Norden des westafrikanischen Landes wird seit April von Islamisten beherrscht. Der Aufstand ging von Tuareg-Rebellen aus, die aber von besser bewaffneten und finanzierten Islamisten und Al-Kaida-Kämpfern verdrängt wurden. Der Westen befürchtet, dass sich die Region zum Rückzugsgebiet für radikale Muslime entwickeln könnte.

 
Yacouba Konate, 56, wears a French flag to show his support for the French military intervention in Mali in the Malian capital of Bamako January 13, 2013. France is determined to end Islamist domination of northern Mali, which many fear could act as a base for attacks on the West and for links with al Qaeda in Yemen, Somalia and North Africa. REUTERS/Joe Penney (MALI - Tags: SOCIETY CIVIL UNREST)