Somalische Rebellen: Haben französische Geisel getötet

Donnerstag, 17. Januar 2013, 12:35 Uhr
 

Mogadischu (Reuters) - Somalische Extremisten haben nach eigenen Angaben den als Geisel festgehaltenen französischem Geheimagenten getötet.

Er sei am Vortag enthauptet worden, erklärte die mit der radikal-islamischen Al-Kaida verbündete Al-Schabaab-Miliz am Donnerstag. Französische Spezialtruppen wollten den Agenten Denis Allex am Wochenende bei einer Befreiungsaktion retten. Diese war jedoch nicht geglückt. Frankreich hatte allerdings gesagt, es sei davon auszugehen, dass der Agent bei dem Einsatz getötet worden sei. Die Rebellen hatten daraufhin am Mittwoch angekündigt, sie würden Allex enthaupten.

ISLAMISTEN: HINRICHTUNG ALS VERGELTUNG

Al-Schabaab bezeichnete die Tötung des Franzosen als Vergeltung für eine zunehmende Verfolgung von Muslimen durch Frankreich und für dessen Militäraktion in der ganzen Welt einschließlich in Mali. "Die Muslime sollen sich an seiner Hinrichtung und am Aufschrei Frankreichs erfreuen", sagte Al-Schabaabs Sprecher Scheich Abdiasis Abu Musab telefonisch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Aktion zur Befreiung Allex' fiel mit dem Beginn der französischen Offensive in Mali zusammen. Frankreich hatte befürchtet, dass die Militäraktion zu Racheakten an verschleppten Franzosen führen könnte und wollte Allex anscheinend deswegen befreien. Nach offizieller Darstellung hatte die Aktion nichts mit der Mali-Offensive zu tun. Allex war einer der zwei französischen Geheimdienstoffiziere, die 2009 von der Al-Schabaab entführt wurden. Der andere konnte nach einem Monat entkommen.