Kreise - Japans Notenbank erwägt neue Geldschwemme

Freitag, 18. Januar 2013, 08:36 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Japans Notenbank erwägt Kreisen zufolge, ihrer lockeren Geldpolitik neue Dimensionen zu geben.

Die Währungshüter würden auf ihrer zweitägigen Sitzung in der kommenden Woche prüfen, ob sie sich verpflichteten, so lange Staatsanleihen zu kaufen, bis das Inflationsziel von zwei Prozent in Sicht sei, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. In Erwägung werde auch gezogen, die Zinsen, die die Zentralbank auf die Reserveeinlagen von Banken zahlt, zu kassieren. Sollte die Bank of Japan (BOJ) hinter diesen Erwartungen zurückbleiben, dürfte dies für Enttäuschung bei Investoren sorgen.

Vize-Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura sagte Reuters, Regierung und Notenbank hätten sich bereits darauf geeinigt, das Inflationsziel auf zwei Prozent zu verdoppeln. Es sei noch unklar, ob die Notenbank künftig die Förderung des Jobmarktes in ihr Mandat aufnehme.

Die neue Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe hatte nach Machtübernahme den Druck auf die Währungshüter deutlich erhöht, die Geldpolitik weiter zu lockern. Erwartet wird auch, dass die Notenbank ihr bereits auf umgerechnet rund 900 Milliarden Euro (101 Billionen Yen) angewachsenes Programm zum Anleihe-Kauf und zur Kreditvergabe aufstockt.

 
A Japanese 10,000 Yen bank note is displayed at the currency museum of the Bank of Japan in Tokyo January 15, 2013. REUTERS/Kim Kyung-Hoon (JAPAN - Tags: BUSINESS)