Statoil - Schicksal von acht Mitarbeitern in Algerien ungeklärt

Freitag, 18. Januar 2013, 08:51 Uhr
 

Oslo (Reuters) - Nach der versuchten Geiselbefreiung durch die algerischen Streitkräfte ist das Schicksal vieler Opfer weiter nicht geklärt.

Der norwegische Energiekonzern Statoil erklärte am Freitag, es sei unklar, in welcher Lage sich die verbliebenen acht Mitarbeiter in der Erdgasanlage in der Ortschaft In Amenas befänden. Ein weiterer Angestellter sei aber in Sicherheit gebracht worden.

Bei dem Befreiungsversuch der algerischen Armee wurden in der Sahara Sicherheitskreisen zufolge 30 Geiseln getötet, darunter mindestens sieben Ausländer. Außerdem seien wenigstens elf Islamisten umgekommen, sagte ein Vertreter aus dem algerischen Sicherheitsapparat am Donnerstagabend.

Der Einsatz gegen die Geiselnehmer, die ein Ende der französischen Militärintervention im benachbarten Mali fordern, zog sich über Stunden hin. Was genau in der von den Islamisten besetzten Erdgasanlage in einem entlegenen Wüstengebiet passierte, war auch in der Nacht zum Freitag noch nicht klar. Allein zwölf Statoil-Mitarbeiter wurden als Geiseln genommen. Der Konzern betreibt die Erdgasanlage gemeinsam mit BP und einem algerischen Staatsunternehmen.