US-Experten untersuchen Boeing 787 nach Notlandung in Japan

Freitag, 18. Januar 2013, 11:48 Uhr
 

Takamatsu (Reuters) - Nach der Notlandung einer Boeing 787 auf einem japanischen Regionalflughafen helfen US-Experten bei der Aufklärung des Vorfalls.

Die Fachleute der Unfalluntersuchungsbehörde NTSB, der Luftverkehrsbehörde FAA und von Boeing selbst untersuchten am Freitag die in Takamatsu abgestellte Maschine der All Nippon Airways (ANA). Wegen des Vorfalls haben weltweit 50 der auch als Dreamliner bekannten Flugzeuge Startverbot. Die Ermittlungen drehen sich um moderne Lithium-Ionen-Akkus, die in der 787 eingesetzt werden.

Die Batterien des besonders leichten Langstreckenflugzeuges werden von der japanischen Firma GS Yuasa hergestellt, die ebenfalls Techniker nach Takamatsu schickte. Ein Firmenvertreter sagte, der Akku werde verunglimpft. "Aber er funktioniert nur als Teil des gesamten Systems." Man wolle herausfinden, wo genau der Fehler gelegen habe. Die japanischen Unfallermittler von der Behörde JTSB wollen die Untersuchung des Akkus nach eigenen Angaben innerhalb einer Woche abschließen.

Wann die Flieger wieder starten können, ist noch unklar. ANA und der heimische Konkurrent Japan Airlines haben insgesamt 24 Dreamliner in ihren Flotten. Damit ist Japan der wichtigste Markt. Boeing hat bei dem Projekt schon länger mit Verspätungen, Kostensteigerungen und technischen Problemen zu kämpfen. Der Konzern hält den Typ nach eigenem Bekunden dennoch für sicher.