Aktion zur Geiselbefreiung in Algerien noch nicht beendet

Freitag, 18. Januar 2013, 12:57 Uhr
 

Paris/London (Reuters) - Den algerischen Streitkräften ist es auch nach mehr als 24 Stunden offenbar noch nicht gelungen, das Geiseldrama in einer Erdgasanlage in der südlichen Sahara zu beenden.

Frankreichs Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault sagte am Freitagmittag, der Einsatz laufe noch. Das habe ihm die algerische Regierung mitgeteilt. Auch der britische Regierungschef David Cameron sagte, die Aktion zur Geiselbefreiung dauere an. Experten für Verhandlungen mit Geiselnehmern stünden bereit, um Algerien zu unterstützen.

Die algerischen Streitkräfte versuchen seit Donnerstag, die in einer Erdgasanlage in der Sahara Gefangenen zu befreien. Dabei wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen 30 Geiseln getötet, darunter mehrere Ausländer. Das Schicksal von mindestens 22 Ausländern war am Freitag weiter unklar.

Die Geiselnahme hatte am Mittwoch in einer Erdgasanlage begonnen, an der die norwegische Statoil und BP beteiligt sind. Die Al-Kaida nahestehenden Islamisten sind Verbündete von Extremisten im benachbarten Mali, die einen Krieg gegen Regierungstruppen und inzwischen auch französische Soldaten führen.