Geiseldrama in Algerien - Zwei weitere Norweger in Sicherheit

Samstag, 19. Januar 2013, 12:52 Uhr
 

Oslo (Reuters) - Drei Tage nach Beginn der Geiselnahme auf einer Erdgasanlage in Algerien sind zwei weitere Mitarbeiter des norwegischen Energiekonzerns Statoil in Sicherheit.

Wie die beiden Norweger freikamen, teilte das Unternehmen, das die Anlage gemeinsam mit dem britischen Energieriesen BP und dem algerischen Staatsunternehmen Sonatrach betreibt, am Samstag nicht mit. Sechs weitere Mitarbeiter würden noch vermisst, hieß es lediglich. Zwei Tage nach Beginn einer Befreiungsaktion des algerischen Militärs war die Lage vor Ort immer noch unklar. Zuletzt wurden noch mehr als 20 Ausländer vermisst. Ungewiss war, ob sie in der Gewalt von Islamisten waren, die den Komplex in der Sahara am Mittwoch gestürmt hatten, oder bei dem Militärangriff umkamen.

Berichten zufolge wurden bei dem Befreiungsversuch zwischen zwölf und 30 Geiseln getötet - darunter wohl zahlreiche Ausländer. 100 Ausländer und 600 Algerier sollen aus der vom Militär umstellten Anlage befreit worden sein. Die Extremisten haben ein Ende der französischen Militärintervention gegen radikal-islamische Rebellen im benachbarten Mali gefordert.

 
A road sign indicating the Tiguentourine gas plant is seen near the mobile hospital tent for first aid, about 130 km from the Algerian and Libyan border, where Islamist militants have been holding foreigners hostage, January 19, 2013. More than 20 foreigners were captive or missing inside a desert gas plant on Saturday, nearly two days after the Algerian army launched an assault to free them that saw many hostages killed. The standoff between the army and al Qaeda-linked gunmen - one of the biggest international hostage crises in decades - entered its fourth day, having thrust Saharan militancy to the top of the global agenda. REUTERS/Louafi Larbi (ALGERIA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS ENERGY)