Westerwelle sagt Mali weitere Hilfe zu

Sonntag, 20. Januar 2013, 12:20 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Mali im Kampf gegen islamistische Rebellen weitere Hilfe zugesagt.

"Die afrikanischen Truppensteller brauchen finanzielle Unterstützung. Auf der Geberkonferenz in Addis Abeba Ende des Monats wird Deutschland auch dabei seiner Verantwortung gerecht werden", schrieb Westerwelle in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Neben dem Transport westafrikanischer Truppen nach Mali werde Deutschland zudem mit der Entsendung von Ausbildern helfen, um den europäischen Einsatz zur Schulung der Armee Malis zu unterstützen. Denn die afrikanischen Kräfte zu stärken, heiße auch, Frankreich zu entlasten.

Westerwelle warnte zugleich vor einem Flächenbrand in Afrika. Die Islamisten seien eine Bedrohung für Afrika, aber auch für Europa. "Mali darf deshalb keine Heimstatt des Weltterrorismus werden", sagte der Minister. Der Regierung in Paris dankte er für das schnelle Eingreifen. Frankreich habe militärische Nothilfe geleistet, als die Existenz Malis auf dem Spiel gestanden habe.

Am Wochenende war eine Debatte über den deutschen Beitrag zur Unterstützung Malis entbrannt. Bundestagspräsident Norbert Lammert kritisierte die logistische Hilfe mit zwei Transportflugzeugen der Bundeswehr als unzureichend. Andere Politiker der CDU sowie von SPD und Grünen mahnten mehr Flexibilität bei dem Einsatz an. Die beiden Transall-Maschinen kamen am Samstag in Malis Hauptstadt Bamako an. Sie sollen Truppen aus den Ländern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas zum Kampf gegen die islamistischen Rebellen nach Mali bringen.

 
French troops ride on an amoured vehicle on a road near the frontline in their conflict with Islamists just outside Niono, January 19, 2013. REUTERS/Joe Penney