Extremisten in Algerien drohen weitere Aktionen an

Montag, 21. Januar 2013, 11:30 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Eine islamische Extremistengruppe in Algerien hat weitere Aktionen wie die jüngste Geiselnahme in einer Erdgasanlage angedroht.

Der Westen müsse seine Militärintervention im benachbarten Mali einstellen, forderte die sogenannte Mulathameen-Brigade am Montag im Internet dem Beobachtungsdienstes Site zufolge. Die Geiselnehmer hätten den algerischen Behörden und dem Westen Verhandlungen angeboten. Das Militär habe dies jedoch zurückgewiesen und die Zerstörung der Anlage und die Tötung aller Menschen dort angekündigt.

Die der Al-Kaida nahestehende Brigade hat sich zu der vier Tage dauernden Geiselnahme in der Sahara bekannt, bei der fast 90 Menschen getötet wurden, darunter etwa 60 Geiseln. Frankreich hatte kurz zuvor mit Luftangriffen auf islamistische Kämpfer im Norden Malis begonnen, um deren Vormarsch zu stoppen. Der Militäreinsatz wird von zahlreichen westlichen Staaten unterstützt, darunter Deutschland.