Deutschland und Frankreich planen Vertiefung der Euro-Zone

Dienstag, 22. Januar 2013, 13:44 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Frankreich und Deutschland werden im Mai gemeinsame Vorschläge für die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa vorlegen.

Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande hervor, die sie am Dienstag zum 50. Jahrestag des Elysee-Vertrages vorlegten. Die Vorschläge soll dann auf dem EU-Gipfel im Juni beraten werden. Einzelheiten wurden nicht genannt. Ziel der Beratungen auf EU-Ebene ist derzeit, dass es neben dem Fiskalpakt und der Bankenunion auch verbindlichere Absprachen im Bereich der Wirtschaftspolitik in der Währungszone geben soll. Einige Euro-Staaten fordern zudem einen neuen Solidaritätsmechanismus, um Ländern mit besonders hoher Arbeitslosigkeit zu helfen.

Beide Regierungen legten zudem eine 19-seitige Liste mit Projekten für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit vor. Unter anderem ist dabei die Gründung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe für die Sozialpartner in beiden Ländern geplant. In Kehl soll zudem eine erste gemeinsame Arbeitsagentur gegründet werden, der dann weitere im Grenzgebiet folgen sollen. Auch die Zusammenarbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien soll verstärkt werden.

 
German Chancellor Angela Merkel and French President Francois Hollande (first row 3rd L) pose with French and German ministers and officials at the Chancellery in Berlin January 22, 2013, during a day of celebrations marking the 50th Anniversary of the Elysee Treaty. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: POLITICS ANNIVERSARY)