Länder vor Tarifgesprächen - Abbau von Schulden hat Priorität

Mittwoch, 23. Januar 2013, 08:14 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die deutschen Bundesländer zeigen sich von den kräftigen Lohnforderungen der Gewerkschaften für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst unbeeindruckt.

Vor den kommende Woche beginnenden Verhandlungen für rund eine Million Arbeitnehmer der Länder sagte Verhandlungsführer Jens Bullerjahn der "Süddeutschen Zeitung", der Abbau von Schulden sei wichtiger als die Erhöhung von Löhnen: "Ich will die Schuldentilgung erhöhen, nicht die Personalausgaben".

Nach den Worten des Finanzministers von Sachsen-Anhalt müssten die Beschäftigten damit rechnen, geringere Zuwächse zu erhalten als ihre Kollegen beim Bund und den Kommunen. Mit Bund und Gemeinden hatten die Gewerkschaften vor einem Jahr ein Plus von 6,3 Prozent vereinbart, wenn auch für zwei Jahre. Diesen Abschluss haben die Gewerkschaften zur Messlatte für die am Donnerstag beginnenden Verhandlungen gemacht. Die Forderung von Verdi nach einer Lohnerhöhung um 6,5 Prozent für ein Jahr nannte Bullerjahn "völlig überzogen".