Merkel - Eingriffe in Wechselkurse machen mir Sorgen

Donnerstag, 24. Januar 2013, 15:05 Uhr
 

Davos (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über das Risiko gezielter Eingriffe in die Wechselkursentwicklung in Japan und anderen Staaten geäußert.

Merkel sagte am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf eine entsprechende Frage: "Ich bin nicht völlig sorgenfrei." Auf konkrete Nachfrage ergänzte sie, sie sei "nicht völlig ohne Sorge", was Japan angehe. Was die in Europa ebenfalls expansive Vergabe von Liquidität durch die Europäische Zentralbank betreffe, so gehe sie davon aus, dass diese "wieder eingesammelt wird".

Der EZB bescheinigte Merkel, eine "sehr positive Kraft" dabei zu sein, dass es nicht zu Währungsmanipulationen kommt. Auch bei der Krisenbewältigung habe die EZB ihren Beitrag geleistet und sei dabei "an den Rand ihres Mandats" gegangen. Sie sei im Grundsatz aber der Meinung, "dass Notenbanken kein Ausputzer von politischen Fehlentscheidungen sind" und auch nicht Mängel bei der Wettbewerbsfähigkeit von Ländern beheben können.